Daten & Fakten

Neubau Wohngebäude mit Kindertagesstätte

Bauherr: Neusser Bau-Verein AG

Ort: Neuss

Generalplanung:

Nutzung: Wohnen, Kindertagesstätte

Wohneinheiten: 55

Bruttogeschossfläche: 8 908 m²

Fertigstellung: 2017

Alexianerquartier, Neuss

Auf dem Areal des ehemaligen Hospitals des Alexianerordens soll ein Wohnquartier entstehen. An einem Ort mit fünfhundertjähriger Geschichte gibt es einen neuen Auftakt. Nach dem städtebaulichen Masterplan galt es nun, die einzelnen Baufelder zu entwickeln.
Das Baufeld C2 liegt an der Haupterschließung des Quartiers und nimmt diesen besonderen Ort auf. Die prominente Stellung des Baukörpers im Stadtraum, seine Funktion als Eingang in das neue Quartier und seine besondere Nutzung verlangen nach einer starken, selbstbewussten und gleichwohl einladenden, sich dem Bürger zuwendenden Architektur. Ein expressiver Gebäudekopf markiert den Eingang ins Quartier, ein Hochpunkt schließt die Kubatur im Norden. Das besondere Gegenüber der alten zierreichen und robusten Backstein-Wohnhäuser erhält mit dem neuen Gebäude ein modernes und zeitgemäßes Pendant von hoher ästhetischer und handwerklicher Präsenz.
Ziegel ist das gestaltprägende Material, das auch am historischen Ort des Alexianerordens zu finden ist. Er besticht in seiner Ästhetik, Haptik und Sinnlichkeit. Drei unterschiedliche Ausprägungen spielen damit: Das feine und doch deutlich hervortretende Relief des Sockels. Im Kontrast dazu die glatten, fast einheitlichen Flächen der darüber liegenden Kubaturen. Und die von hoher handwerklicher Qualität zeugenden durchbrochenen Strukturen, die den Kopf des Gebäudes und die Sockellinie besonders akzentuieren und eine einladende Atmosphäre warmen Lichts und Strahlen des Inneren nach außen erschaffen. Der massive Sockel verortet das Gebäude, er zeichnet es gleichsam nach und gibt die Eingänge als markante Orte frei. Seine Reliefstruktur wird kontrastiert durch Flächen in Holz und Glas, die Einblicke in das Gebäude gewähren und Ausblicke erlauben. Bänder nehmen als Gliederungselement der Obergeschosse die Dynamik des Stadtraums auf. Dabei variieren innerhalb eines Bandes Putzflächen mit öffenbaren und festverglasten Elementen. Dieser Wechsel bildet das dahinterliegende Wohnen nach außen ab, freie Durch- und Ausblicke ergeben sich. Die Plastizität der Bänder im Gegensatz zu den sie umgebenden, glatten und ebenen Ziegelflächen wird durch feine Vor- und Rücksprünge der verputzten und verglasten Flächen zusätzlich hervorgehoben.

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